Taekwondo
Taekwondo ist eine international offiziell anerkannte Sportart, die ihren Ursprung in Korea hat und heute auf der ganzen Welt ausgeübt wird.
Taekwondo ist ein Ganzkörpersport, der den Körper kräftigt und den Charakter formt durch physisches und mentales Training.
Taekwondo ist ein Kampfsport zur Selbstverteidigung.
Der Aufbau des Trainings mit seiner langsamen aber kontinuierliche Steigerung des Schwierigkeitsgrades ermöglicht es jedem, egal ob jung oder alt, ob sportlich erfahren oder unerfahren, seine individuellen Fähigkeiten optimal entfalten.
Schon nach kurzer Trainingsdauer werden die positiven Effekte des Taekwondo-Trainings spürbar. Neben der Kraft-, Schnelligkeit- und Ausdauersteigerung sind es vor allem die Verbesserung der koordinierten Fähigkeiten (Gleichgewichtsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit), die des psychischen Wohlbefindens sowie der Konzentrationsfähigkeit.
Für Kinder und Jugendliche ist besonders der erzieherische Aspekt wichtig.
Taekwondo unterstützt den Aufbau einer gefestigten Persönlichkeit und eines gesunden Selbstvertrauens. Höflichkeit und Respekt, Disziplin und Konzentration werden im Training mit dem Partner genauso geschult wie Rücksichtnahme und Kollegialität. Für Kinder werden die Trainingseinheiten so gestaltet, dass insbesondere Beweglichkeit und Motorik geschult werden. Hier wird weniger auf Kraft bzw. Kraftzuwachs trainiert.
Aber auch ältere Personen haben Dank der individuell abgestimmten Trainingseinheiten keine Probleme, in diesen Sport einzusteigen. Durch das regelmäßige Training wird hier eine deutliche Verbesserung von Beweglichkeit und Ausdauer erzielt.
Taekwondo ist als Individualsport wie auch als Breitensport zu sehen. Nicht umsonst wurde diese Sportart offizielle Olympische Disziplin. Durch Wettkämpfe und Meisterschaften können alle Sportler in Abständen Ihren Leistungsstand mit anderen messen. Bei den Bruchtests wird zusätzlich Überwindung, Wllenskraft und Konzentrationsfähigkeit erheblich gesteigert. Das tägliche Leben wird durch das Training in allen Lebenslagen positiv beeinflußt.
Taekwondo ist ein physisch umfassender Sport.
Man widmet sich dem Sport aus den verschiedensten Beweggründen. Diese reichen von der Anpassung an eine Bezugsgruppe bis hin zu dem Wunsch, durch Bewegung und Fitness sein Leben zu verlängern. Die Motivation umfaßt das physische Überleben ebenso wie das Verlangen nach seelischen Gleichgewicht.
Da bei der Ausübung von Taekwondo alle Muskeln und Gelenke bewegt werden, ist es eine den ganzen Körper umfassende Sportart.
Was bewirkt Taekwondo?
Wenn es regelmäßig praktiziert wird, dann hat es einen positiven Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit und die emotionale und soziale Entwicklung, was uns hilft, unser Leben gelassen und ausgeglichen zu leben. Gerade wenn es schon im Kindesalter ausgeübt wird, harmonisiert und fördert Taekwondo körperliche Stärke, Ausdauer, Beweglichkeit sowie Ausgegeglichenheit.
Durch dauerndes Wiederholen lernt man mit Geduld und Entschlossenheit, jede Schwierigkeit zu überwinden.
Taekwondo kann die Atem- und Organfunktionen, das Nervensystem und den gesamten Bewegungsapparat unterstützen und regulieren und bietet darüber hinaus den Menschen eine Chance, im persönlichen Alltagsstress einen Ort des Augleichs zu finden.
Taekwondo aktiviert Energie in jedem Organ, entwickelt die Muskeln und stimuliert das Gehirn, wodurch die Willenkraft im weitesten Sinne gestärkt wird.
Jede zum Taekwondo gehörende Bewegung wurde zu einem bestimmten Zweck mit wissenschaftlicher Gründlichkeit konzipiert, ein guter Lehrer kann deshalb jedem das Gefühl vermitteln, daß er erfolgreich sein kann.
Trainingsprogramm:
Das Trainingsprogramm enthält nicht nur die Taekwondo-Bewegungen, sondern auch Spiele, die Spaß machen, Übungen, und Entspannung, womit es ermöglicht wird, die Tür zum Herzen des Schülers zu öffnen.
Grundschule
In der Grundschule werden die Grundtechniken des Taekwondo gelernt und geübt. Sie bildet somit die Basis des Trainigns im Taekwondo, denn auch im Training der Fortgeschrittenen werden die Grundtechniken und geübt und weiter perfektioniert. Hierin kommt die Bedeutung des Übens zum Tragen, das wichtiger Bestanteil des Taekwondos, wie auch aller anderen "Do-Künste" ist und worin sich der philosophische Hintergrund des "Zen" erkennen lässt, in dem eine Annäherung von Körper und Geist verfolgt wird.
In der Grundschule werden die grundliegenden Stellungen, Drehungen, Atemtechniken (Angriff- und Abwehrtechniken) und Fußtechniken erlernt).
Taekwondogymnastik
Gymnastische Übungen sind sehr nützlich und sollten von allen Taekwondo Schülern betrieben werden. Sie können gefahrlos von allen Altersgruppen durchgeführt werden. (Beweglichkeitstraining für den Hals, Bauch und den unteren Rücken, Kräftigung der Schulter- und Nackenmuskulatur, Dehnung der Nackenmuskulatur, Brust- und Rückkenmuskeln dehnen, Dehnungseinheit für Oberschenkel und Gesäß)
Hyong/Übungsfiguren (festgelegte Bewegungsabläufe)
Ein systematisches Regelwerk von Techniken, die es dem Einzelnen ermöglichen, Angriffs- und Verteidigungstechniken so zu üben, als stünde er/sie tatsächlich einem Gegner gegenüber.
Die Hyong im traditionellen Taekwondo stellt eine Auseinandersetzung mit imaginären Gegnern dar, bei der speziell Gedächtnis, Koordination und Atmung geschult werden. Die Entwicklung der rechten und linken Gehirnhälften durch Taekwondo Übungen ermöglicht es, die potentiellen Fähigkeiten des Schülers, einschließlich der intellektuellen Fähikeiten, zu maximieren. Dementsprechend ist es wissenschaftlich gesehen richtig, dass Eltern ihre Kinder zur Taekwondo Sportschule schicken, um ihren Körper zu stärken und ihre intellektuelle Fähigkeit zu verbessern.
Sie ist eine vorgeschriebene Reihenfolge von Abwehr- und Angrifftechniken, in deren Darstellung und Interpretation sich die Persönlichkeit des Ausführenden wiederspiegelt. Dieses Formentraining ermöglicht es dem einzelnen, auch schwierige Techniken zu trainieren und zur perfektionieren, ohne dabei andere zu verletzen oder zu gefährden.
Zudem stellen die Hyongs auf geistiger Ebene die Auseinandersetzung mit dem geistigen "Ich" dar. Durch die perfekte Ausführung der Techniken und ihrer Abfolge, begleitet von einer kontrollierten Atmung, erfordern die Hyongs höchste Konzentration und haben somit auch einen geistig-meditativen Wert.
Der abgesprochene Kampf (Yaksok-Daeryon)
Im Sinne einer graduellen Herausführung an den freien Kampf ist der abgesprochene Kampf, auch Partnersparring genannt, eine weitere Stufe des Lernens, auf der wichtige Kenntnisse, Einsichten und Fähigkeiten des Taekwondosportlers ausgebildet werden. Doch besteht der Sinn des abgesprochenen Kampfes nicht allein in der Vorbereitung auf den Freikampf. Er wird als selbständige Disziplin betrachtet, die auch im weiteren Verlauf des Trainings der Fortgeschrittenen eine wichtige Position einnimmt.
Sparring
Beim Sparring geht es um die tatsächliche Anwendung von Angriffs- und Verteidigungstechniken, die man aus Übungsfiguren und Grundübungen gelernt hat, gegen einen oder mehrere sich bewegende Gegner in den verschiedensten Situation. Nicht nur ist es untrennbar von Übungsfiguren und Grundübungen, es ist auch unerläßlich zur Stärkung des Kampfgeistes und Mutes, zum Training der Augen, zum Verständnis der Taktik und der Manöver des Gegners, zur Erhärtung der Angriffs- und Abfangswerkzeuge zur Prüfung der eigenen Geschicklichkeit und der eigenen Fähigkeit, und zum Erlernen von Bewegungen, die man aus Übungsfiguren oder Grundübungen nicht lernen kann.
Drei-Schritt-Sparring (Sambo-Daeryon)
Der Dreischrittkampf ist die erste eigentliche Kampfform im Taekwondo-Anfängertraining. Er ist sozusagen die methodische Brücke zwischen der Grundschule und dem abgesprochenen Kampf (Yaksok-Daeryon) sowie dem Freikampf (Chayu-Daeryon). Während die Grundschule und die Hyongs eher auf die eigene Person gerichtete Disziplinen sind, werden im Dreischrittkampf die in der Grundschule erarbeiteten Grundtechniken aus einem autozentrierten Zusammenhang des primären Eigenlernens in einem neuen Kontext des sozialen partnerorientierten Lernens eingebunden.
Hinsichtlich seiner inhaltlichen Struktur ist der Dreischrittkampf dennoch zunächst der Grundschule zuzuordnen, doch seine äußere dualistisch-antagonistische Struktur zeigt deutliche Merkmale des Kampfes. Diese äußere Struktur des Kampfes ist jedoch zunächst nicht offen gestaltet, sondern folgt einem festgelegten formalen Ablauf. Die beiden Partner stehen sich gegenüber und bezeugen durch ein kurzes Verbeugen gegenseitigen Respekt und Achtung. Diese Etikette gilt für jede Partnerübungsform und muss eingehalten werden, um die Schüler immer wieder daran zu erinnern, rücksichtvoll und verantwortungsvoll miteinader umzugehen. Nach dem Verbeugen nimmt der Angreifer durch das Zurücksetzen des rechten Fußes eine Angriffsstellung ein während der abwehrende Partner die Parallelstellung (Vorbereitungsstellung) einnimmt. Durch einen kurzen Laut signalisieren beide Partner, dass sie konzentriert und bereit sind. Der Angreifer führt nun drei wechselseitige Angriffe mit einem geraden Fauststoß nach vorne aus, während der Partner diese zunächst durch eine entsprechende Abwehrbewegung nach hinten ausweichend pariert. Nach der letzten Abwehraktion hat der parierende Partner nun die Möglichkeit einen Gegenangriff auszuführen.
Ein-Schritt-Sparring (Ilbo-Daeryon)
Der Zweck des Sparring besteht darin, daß man lernt, Teile von Hand und Fuß kombiniert einzusetzen. Der Angreifer soll Hand und Fuß abwechselnd verwenden. Es ist dabei gleichgültig, ob der Angreifer die Hand oder den Fuß zuerst verwendet.
Freikampf (Chayu-Daeryon)
Der Freikampf ergibt sich im Taekwondo aus der logischen, methodisch-didaktischen Fortführung der vorausgehenden Kampfdisziplinen. Die Einführung des Freikampfs ist an die individuelle Entwicklung des Schülers gebunden, d.h. den geisitgen und körperlichen Fortschritt, den er innerhalb des vorangegangen Trainings in den Disziplinen Grundschule und Hyong und vor allem in den vorbereitenden Kampfdisziplinen des Einschrittkampfes und des abgesprochenen Kampfes gemacht hat.
Alle Fertigkeiten und Kenntnisse, die der Schüler in den anderen Disziplinen erlernt hat, kommen im Freikampf zum Einsatz und werden durch wichtige kampfspezifische Fähigkeiten ergänzt. Außerdem wird der Schüler im Freikampf stärker gefordert, verschiedene Kombinations- und Anwendungsmöglichkeiten des Gelernten in schöpferischer Selbsttätigkeit zu entwickeln. Ausgenommen hiervon sind selbstversändlich unfaire und zu gefährliche Techniken. Hinzu kommt im freikampf die stärkere kognitive Auseinandersetzung mit situationsgerechtem technisch-taktischen Verhalten. Die ethisch-moralische Bedeutung des Kampfes, die sich vor allem in diszipliniertem, regelgerechtem Verhalten zeigt, erhält hier eine noch stärkere Akzentuierung.
Im Rahmen einer Taekwondo-Ausbildung, die auf die Vermittlung von Taekwondo als Kampfkunst abzielt, ist der freie Kampf fester Bestandteil des Trainings, ohne dass er als solcher überbewertet wird.
Selbstverteidigungstechniken (Hosinsul)
Hosinsul ist ein System von Techniken, die es ermöglichen, aus einer nicht durch Regeln festgelegten Situation mit unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben unbeschadet herauszukommen.
Diese Techniken sind nicht nur die interessantesten, sondern auch die fortgeschritensten Taekwondo Techniken. Sie sind in jeder Hinsicht für die Verteidigung in der Praxis gedacht. Diese Techniken sind die logische Anwendung der verschiedenen Bewegungen, die bei den Übungsfiguren, beim Sparring und aus den Grundbewegungen gelernt wurden. Sie sollen bei einem plötzlichen Angriff eines bewaffneten oder unbewaffneten Gegners benutzt werden.
Der Verteidiger muß in der Lage sein, sich die Schwungkraft und die Stärke des Gegners zunutze zu machen und gleichzeitig seine bzw. ihre dynamischen und reflexartigen Handlungen auf ein momentan ungeschütztes Ziel zu richten. Diese Verteidigungstechniken können nur wirkungsvoll sein, wenn der Schüler sich die Zeit nimmt, sie ständig unter realistischen Bedingungen zu üben.
Bruchtest (Gyeokpa)
Da die Techniken wegen der damit verbundenen Gefahren für einen Gegner nicht am Menschen trainiert werden, bedient man sich zum Test der Effektivität des Erlernten des Bruchtestes. Hier wird mit Hand- und Fußtechniken Materie (Fichtenholzbretter oder Zielgelsteine) zerschlagen; nicht zum Selbstzweck, sondern zur Perfektionierung der Technik und zur Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstdisziplin. Das Zerbrechen von Ziegelsteine oder Kieferholz sind die Vorführung, die die große Stärke des Taekwondo demonstrieren, genannt die Kraft des Taekwondo oder "Gi" (Energie). Der Bruchtest ist kein Element des täglichen Trainings, vielmehr dient er dem Übenden als Prüfung des bisher Erreichten oder als Demonstration. Somit erhält der Bruchtest auch eine pädagogische Bedeutung im Sinne des Do. Durch ihn werden sämtliche, in den anderen Disziplinen erworbene Fähigkeiten geprüft.
Ein verantwortungsbewusster Trainer wird jedoch niemals von seinen Schülern die Ausführung von Bruchtechniken verlangen, die über ihre Fähigkeiten hinausgehen. Der Bruchtest stellt keinesfalls eine Mutprobe dar, sondern bietet die Möglichkeit, Leistung und Selbstvertrauen des Ausführenden zu bewerten.
Die fortgeschrittenen Bruchtechniken werden meist bei spezillen Vorführungen praktiziert und dienen dazu, Kraft, Selbstvertrauen und geistige Einstellung der Schüler in ihrer jeweiligen Ausbildungsstufe zu testen beziehungsweise zu demonstrieren.
Taekwondo-Lehrer nutzen den Bruchtest als Traningswerkzeug, um den Schülern die erforderliche Selbstsicherheit zu vermitteln, die ihnen hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen und diese ohne zu zögern wirksam umzusetzen.
Wettbewerb
Dieser Begriff bezieht sich zum einen auf den Prozess des Erwerbs von Techniken für Angriff und Verteidigung in einer Eins-zu-Eins-Kampfsituation, zum anderen auf den Prozess der Bewertung der Ausführung der entsprechenden Techniken. Wettkampf ist bei Taekwondo stets freiwillig.
"Rhythmisches Taekwondo"
Rhythmisches Taekwondo gewinnt an Popularität als ausgezeichnetes Diät Workout.
"Das Rhyhmische Taekwondo" hat, seitdem es 1997 kreiert worden ist, ständig an Beliebheit zugenommen. Nicht zuletzt wegen seiner Bedeutung als "Diät Workout". Diejenigen die das Rhythmische Taekwondo ausüben sagen, dass die Verbindung von anregender Musik und Taekwondo Übungen einmalig ist und jeder, der es einmal probiert, sich sofort darin verliebt. Der ausschlaggebende Punkt und somit die Stärke des Rhythmischen Taekwondo liegt darin, dass es Taekwondo Techniken mit Herzkreislauf anregenden Übungen aus dem Aerobic verbindet. Taekwondo Kyourugi (Sparring) Techniken wurden für Schritte und Stellungen benutzt und Taekwondo und Handtechniken wurden in das Rhythmische Taekwondo integriert.
Die Philosophie des Taekwondo
Taekwondo ist eine Kunst, die auf eine bestimmte Denkweise und einen bestimmten Lebensstil hinausläuft, und die insbesondere darauf abzielt. Ein Moralgefühl zu vermitteln und den Boden für Gerechtigkeit zu bereiten. Weiterhin ist bekannt, daß Taekwondo eines der besten Mittel zur Entwicklung und Förderung der Gefühle, Wahrnehmungen und psychologischen Eigenschaften ist, die es der jüngeren Generation ungeachtet von Alter, sozialer Stellung und Geschlecht gestatten, die gesellschaftlichen Anforderungen, die von ihren Mitmenschen an sie gestellt werden, zu beherrschen und sie aktiv zu erfüllen.
Durch das "Sparring" lernt man Bescheidenheit, Mut, Aufmerksamkeit und Präzision, Anpassungsfähigkeit und Selbstbeherrschung. Durch die Übungsfiguren lernt man Flexibilität, Anmut, Gleichgewicht und Koordination, während die Grundübungen die Präzision fördern und zum Verständnis der Methoden, Grundsätze und Ziele beitragen. Im Endeffekt wirkt sich dieses Training auf jede bewußte und unbewußte Handlung eines Schülers aus.
Das Taekwondo-Training hat weitere Vorteile. Die Kunst lehrt unter anderem Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit. Eine Trainingsstunde kann dazu führen, daß der Schüler sich erholt und kann dazu beitragen, seinen Verstand zu entspannen und aufnahmefähig zu machen, so daß er sich sodann mit voller Energie auf sein Studium konzentrieren kann.
Taekwondo führt gewöhnlich weiterhin dazu. daß ein Schüler schneller reif wird, denn die Anforderungen der Kunst, ihre Möglichkeiten, und der tiefe Respekt für die Kunst, den der Schüler nach längerem Training gewinnt, fördern die Sensibilität und das Vorstellungsvermögen.
Vielleicht kann Taekwondo unter der Leitung eines fähigen Lehrers zu einer Lebenshilfe für die Irregeleiteten, Unsicheren und physisch Schwachen werden, denn ein Schüler, der diese Kunst lieben lernt wird bald erkennen, daß Hervorragendes nur geleistet werden kann, wenn der Körper in erstklassiger Form ist und deshalb vermeiden, sein Training in irgendeiner Weise zu gefährden.
Wenn der Lehrer und die Inhaber höherer Gürtelgrade höflich, bescheiden, selbstbewußt, klug und verständnisvoll sind, wird ihre Führung möglicherweise die bestmögliche Beeinflussung des Schülers zur Folge haben.
Die sportliche Etikette
Die Verhaltensregeln sollten immer eingehalten werden. Schüler, die einen andere Schule besuchen, sollten jederzeit die Regeln der Höflichkeit und Bescheidenheit einhalten.
- Der Trainingsanzug (Dobok) ist ein Anzug aus leichern, weißgebleichtern Leinen, der aus Jacke, Hose und Gürtel besteht. Er ist strapazierfähig, lässt alle Bewegungen zu, und man kann bei bestimmten Techniken auch mal daran zupacken, ohne dass der Anzug reißt. Zur Grundbekleidung kommen ggf. noch Schützausrüstungen für den Freikampf- und Partnersparringübungen hinzu. jegliche Form von schmuck muss wegen der Verletzungsgefahr vor dem Training abgelegt werden. Die Füße bleiben unbekleidet.
- Achte auf ausreichende Körperpflege, halte besonders Finger- und Zehennägel kurz.
- Halte Dich an die Anweisungen des Lehrers, Niemand darf ohne Erlaubnis des Trainers unterrichten.
- Bei den Eintritt in dem Trainingsraum bleibt man vor der Matte stehen, die Füße, die Arme befinden sich dann seitlich des Körpers. Mit dem Blick nach vorn verneigt man sich und erweist so Respekt dem Taekwondo gegenüber. Das Ablegen der alltäglichen Gedanken, die volle Konzentration auf das Training, sind die Versinnbildlichen der ersten Verbeugung.
- Zu Beginn stellen alle den Gürtelgraden nach in Reihen auf. Dabei steht der Schüler mit dem höchsten Gürtelgrad vorn rechts (aus der Sicht der Schüler). Die anderen Schüler reihen sich der Gürtelrangfolge nach, ein. Betritt der Lehrmeister (Trainer) den Übungsraum und gibt er seinem höchsten Schülergrad das zeichen zu dem Beginn des Trainings, so gibt der höchste Schülergrad das Kommando "Charyot" (Achtung). Auf dieses Kommando hin wird von jeder anwesenden Person die Stellung moa-sogi eingenommen (Füße geschlossen, Arme seitlich vom Körper, gerade Körperhaltung, Blick nach vorn). Auf das Kommando "Kyonje" (Grüßen) verbeugt man sich nach vorn. Mit dieser Verbeugung bezeugt man Respekt dem Trainer und einander gegenüber, diese Verbeugung beinhaltet jedoch auch den Teil der ersten Verbeugung.
- Während des Trainings verhält man sich ruhig, um die anderen Schüler nicht zu stören. Den Anordnungen des Trainers ist Folge zu leisten, um Verletzungen zu vermeiden und auch um die anderen Mitschüler, in ihrem Üben nicht zu stören. Außerdem möchte jeder etwas lernen. Die Zeit ist viel zu kostbar, um diese mit unnötigem Geschwätz zu vergeuden.
- Bei Partnerübungen verhält man sich ruhig, respektvoll und fair; zum Zeichen dafür verneigt man sich voreinander. Diese Verbeugung wird zum Schluss der Partnerübung wiederholt. Jeder sollte darauf bedacht sein, sich verbessern zu wollen, daher sollte man immer ein Maximum seiner Energie während des Trainings geben, denn jeder lernt für sich und nicht für andere.
- Am Ende des Trainings stellen sich alle wie Beginn auf und auf das selbe Kommando wird abgegrüßt. So bezeugt man einander erneut Respekt.
- Taekwondo wird nur als Mittel verwendet, seine Familie, sich selbst und die Schwachen zu verteidigen.